Hast Du noch Träume?

Als Jugendlicher hatte wohl jeder Träume für die Zukunft. Man hat sich viele Dinge ausgemalt, die man später Mal erleben wollte, kaufen wollte oder fühlen wollte. Eine Reise nach Australien, einen schönen Sportwagen oder den freien Fall bei einem Fallschirmsprung. Die Fantasie als Kind war grenzenlos und nichts auf der Welt konnte einem diese Träume nehmen. Bis man Erwachsen wurde. Es scheint, als würden sich die Träume immer weiter entfernen, man wird älter und man scheint zu realisieren, dass die Erfüllung der Träume vollkommen außer Reichweite geraten ist.

Das ist der Grund für viele Menschen, dass sie ihre Träume komplett aufgeben. Nicht einmal unbedingt bewusst, sondern sie zerfallen einfach durch den Schutzmechanismus des Gehirns, um weitere emotionale Verletzungen zu verhindern. Hat man einen einfachen, monotonen Job mit niedrigem 4-stelligen Einkommen im Monat und ein Leben, das sich nicht sonderlich von dem Leben der meisten anderen unterscheidet, gibt es oft keinen Grund mehr weiterhin an die Träume zu glauben. Um weitere Enttäuschun gen zu vermeiden, vernichtet man die Träume und versucht sich damit abzufinden, dass man jetzt ein normales, nicht wirklich glückliches und aufregendes Leben führt.

Das Zerplatzen der Träume ist ein weiterer Grund, warum man unbedingt in seiner Komfortzone verbleiben will. Man sieht in keiner Tat, in keinem Versuch und in keinem Risiko mehr die Möglichkeit, damit irgendwelche Träume realisieren zu können oder die Zukunft positiv beeinflussen zu können. Träume sind meiner Meinung nach die wichtigste Essenz um seine Ziele zu erreichen. Ein Ziel könnte beispielsweise sein, in 5 Jahren ein eigenes Unternehmen zu führen oder ein kurzfristiges Ziel wie zum Beispiel das Aufräumen des eigenen Arbeitsplatzes. Solche Ziele motivieren aber nur, wenn man mit dem Erreichen der Ziele auch Träume verwirklichen kann. Hat man aber keine Träume, die dadurch näher rücken, ist das Erreichen der Ziele praktisch unmöglich, weil die Tatkraft und Motivation kaum vorhanden sein wird. Man sieht keinen Nutzen mit dem Erreichen der Ziele und somit ist das Argument gestärkt, dass sich eine Anstrengung nicht rentiert.

Verbindet man jedoch Träume mit Zielen, oder größere Ziele mit einem einfachen Ziel, so wird die Umsetzung sehr viel leichter. Nimmt man sich vor, seinen Arbeitsplatz aufzuräumen, ist es schwer, sich mit Begeisterung dieser Tätigkeit zu widmen. Verbindet man aber einen Nutzen mit dem Erreichen des Ziels, kommt automatisch mehr Motivation ins Spiel und die Arbeit zur Erreichung des Ziels kann dann sogar Freude bereiten.

  • „An einem ordentlichen Arbeitsplatz kann ich effektiver arbeiten und meine anderen Ziele schneller und motivierter erreichen“
  • „Mit einem aufgeräumten Arbeitsplatz repräsentiere ich meinen disziplinierten und starken Willen, erfolgreicher und glücklicher zu werden“
  • „An einem aufgeräumten Arbeitsplatz vergeude ich keine demotivierenden Minuten mehr, um spezielle Unterlagen, Schreibutensilien oder andere Hilfsmittel zu finden. Ich habe mehr Bewegungsfreiheit und habe einen wohldurchdachten Arbeitsplatz, der meinen Wünschen entspricht“

Das Erreichen von großen Zielen ist immer abhängig von dem Erreichen der kleinen Ziele. Man muss sich also immer den Nutzen vor Augen halten, den das Erreichen eines kleinen Ziels mit sich bringt. Und um die Motivation zu erlangen, große Ziele zu erreichen, bedarf es an motivierenden Träumen. Jede Verwirklichung eines Traums und eines großen Ziels ist also abhängig von den ersten Schritten. Und hat man keine Träume, motivieren auch keine großen Ziele. Und wenn man keine Motivation findet, ein großes Ziel zu erreichen, wird man auch seine kleinen Ziele nicht erreichen. Und damit bricht alles zusammen und die Zukunft sieht wieder so düster aus, wie sie momentan wohl bei vielen erfolglosen und unglücklichen Menschen aussieht.

Wenn du das Gefühl hast, keine Träume mehr zu haben, keine wundervollen Zukunftsziele mehr zu haben die du unbedingt erreichen willst, solltest du dir sofort einen großen Zettel und einen Stift zur Hand nehmen. Du wirst jetzt schon ahnen, worauf ich hinaus will. Und deine Vorahnung wird wohl richtig sein. Ich möchte, dass du alle Träume aufschreibst, die dir in den Sinn kommen. Es spielt keine Rolle, wie weit sie entfernt sind oder wie unrealistisch sie klingen. Wichtig ist nur, dass du alles zu Papier bringst, was du noch gerne erreichen willst, was du gerne erleben willst, was du gerne besitzen willst und was du gerne fühlen willst. Das ganze sollst du natürlich auch machen, wenn du Träume hast und große Zukunftsziele hast. Je mehr du aufschreibst, umso besser.

Wenn du davon betroffen bist, keine Träume mehr zu haben, wird es dir im ersten Moment sicher schwer fallen, überhaupt einen Traum zu Papier zu bringen. Das kann einen sehr unglücklich machen, weil man dann vielleicht erst realisiert, dass man keine Träume mehr vor Augen hat. Das kann viele Gründe haben. Wie ich schon sagte, kann es daran liegen, weitere Enttäuschungen zu vermeiden. Man hat Angst vor der Zukunft und davor, Träume wieder zerplatzen zu sehen. Aber dein Wille ist ja der, endlich wieder motivierter, erfolgreicher, glücklicher und lebensfroher zu sein. Und wenn du als Kind/Jugendlicher Träume hattest, werden sie auch immer noch irgendwo in deinem Kopf verankert sein. Versuche dich also daran zu erinnern, welche Visionen dich früher glücklich gemacht haben und schreibe sie auf. Wenn du das Gefühl hast, dass dich die Träume heute nicht mehr glücklich machen können, liegt das oftmals daran, dass man keine Möglichkeit sieht, diesen Traum überhaupt erreichen zu können. Also musst du so vorgehen, dass du die Träume ohne Bedingungen aufschreibst. Versuche nicht, Gründe zu finden, warum dieser Traum unrealistisch sein könnte oder unerreichbar sein könnte. Schreibe alle Träume in ihrer Ursprungsform auf.

Träume können sehr unterschiedlich sein, es gibt kein Musterbeispiel einer Traumliste. Vielleicht benötigst du aber ein wenig Orientierung um starten zu können. Hier ist ein Auszug meiner Träume, die ich mir mal vor einiger Zeit aufgeschrieben habe, als ich wohl in der gleichen Situation war wie du:

  1. Einen 5.000er Berg besteigen
  2. Urlaub in Monaco an der Côte d’Azur
  3. Am Miami Spring Break teilnehmen
  4. Fallschirm springen
  5. The Music Man Biographie lesen und Musik anhören
  6. Bungee-Jumping von der Europabrücke
  7. Irgendwann einen Base-Jump mit Wingsuit
  8. Gute Fitness mit durchtrainiertem Körper
  9. Party auf einer Luxus-Yacht
  10. Spontanen Auslandstrip mit meinen Freunden
  11. Für eine gewisse Zeit in einer Wohngemeinschaft leben
  12. Einen Nationalpark besuchen (zum Beispiel den Yellowstone-Park)
  13. Helikopterschein machen
  14. Millionär werden
  15. Eine eigene Familie mit wundervollen Kindern haben

Und und und… Wie du merkst, haben viele meiner Träume mit Fliegen und dem Gefühl zu fliegen zu tun. Andere ersetzen das vielleicht mit Varianten des Autofahrens oder mit verschiedenen Seesportarten. Jeder hat seine eigenen Träume, aber wenn man sie schwarz auf weiß verfasst, kann das Gehirn sie nicht mehr so leicht blockieren. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass man für die ersten drei Träume auf seiner Traumliste/Wunschliste am längsten benötigt. Danach flattert der Stift wie in einem „Flow-Zustand“ über das Papier und letztendlich hatte ich beispielsweise 40 Wünsche und nach dem Verfassen habe ich mich wirklich besser gefühlt. Bis heute spielt diese Wunschliste eine wichtige Rolle für mich, da ich sie mir bei Rückschlägen immer wieder vor Augen halten kann. Meine Träume sind ein extrem wichtiger Faktor zur Stärkung meiner Motivation. Also, leg jetzt los und verfasse deine eigene Traum-/Wunschliste.